Die CLAUDE.md ist das Gehirn deines Projekts. Gut geschrieben, arbeitet Claude schneller und macht weniger Fehler. Schlecht geschrieben, holst du dir Halluzinationen ab.
Was gehört in eine CLAUDE.md?
Eine starke CLAUDE.md beantwortet drei Fragen:
- Was ist das hier für ein Projekt?
- Welche Conventions gelten?
- Was darfst du niemals tun?
Alles andere ist optional. Halte die Datei kurz. Jeder zusätzliche Absatz kostet Token in jeder Session.
Die 7 Regeln
1. Tech Stack in einer Zeile
Nicht drei Absätze. Eine Zeile mit Framework, Sprache, Datenbank und Besonderheiten. Das reicht.
2. Ordnerstruktur als Tree
Claude liebt visuelle Strukturen. Ein simpler Tree mit den wichtigsten Ordnern und einem kurzen Kommentar pro Zeile.
3. Conventions explizit
Schreibe keine Vermutungen. Schreibe harte Regeln. "Tests liegen in tests/ und heißen *.test.ts". Nicht "meistens".
4. Commands, die immer funktionieren
Liste die Befehle, die Claude in jeder Session brauchen könnte. pnpm dev, pnpm test, pnpm build. Mit Port und Besonderheiten.
5. Do not Zone
Ein Absatz mit Dingen, die Claude niemals tun darf. Zum Beispiel "Kein Force Push auf main" oder "Kein Schreiben in data/knowledge-base/". Diese Regeln sind Gold wert.
6. Datei Pfade statt Prosa
Wenn Claude etwas nachschlagen soll, gib ihm den Pfad. "Brand Voice steht in docs/brand-voice.md". Claude öffnet die Datei, statt zu raten.
7. Kurz halten
Eine CLAUDE.md über 300 Zeilen ist zu lang. Jede Information, die du nicht in jeder Session brauchst, gehört in eine Unter Datei, auf die du im Bedarfsfall verweist.
Template zum Start
Auf GitHub findest du viele gute CLAUDE.md Beispiele. Kopier eins, das zu deinem Stack passt, und pass es in 15 Minuten an. Besser als bei Null zu starten.
Nächster Schritt
In der Masterclass gibt es ein komplettes Modul nur zu CLAUDE.md und Kontext Management, mit echten Beispielen aus 10 Projekten.