Wer täglich mit Claude Code arbeitet, kennt das Gefühl: Am Ende der Session ist das Token-Budget schneller weg als erwartet. Woran hat es gelegen? An den vielen Datei-Reads? An den langen Tool-Call-Ketten? Ohne Transparenz bleibt das reine Spekulation. codeburn schafft Klarheit.
codeburn ist ein interaktives Terminal-Dashboard für Token-Kosten und Verbrauchsübersicht bei KI-Coding-Tools. Es zeigt dir auf einen Blick, was deine Sessions kosten und wo die Tokens hingehen.
Was ist codeburn?
codeburn ist ein Open-Source-TUI-Dashboard, das Tokenverbrauch und Kosten deiner KI-Coding-Sessions analysiert. TUI steht für Terminal User Interface: Du öffnest das Dashboard direkt im Terminal, ohne Browser oder separate App. Es unterstützt Claude Code, Codex und Cursor parallel.
Das Tool liest die lokalen Log-Dateien, die deine KI-Coding-Umgebung automatisch anlegt. Daraus berechnet es Kosten pro Session, aufgeteilt nach Modell und Tool-Call-Typ. Du siehst, welche Sessions besonders teuer waren, welche Modelle zum Einsatz kamen und wie sich der Verbrauch über Tage hinweg entwickelt.
Wichtig: codeburn analysiert nur Metadaten. Inhalte deiner Prompts, Dateinamen oder Code-Snippets erscheinen nicht im Dashboard. Das Tool liest Tokenanzahl, Zeitstempel und Modellkennungen, nicht mehr.
Für alle, die mit einem monatlichen Claude-Pro- oder Max-Abo arbeiten, ist diese Transparenz wertvoll. Du erkennst Muster in deinem eigenen Arbeitsverhalten und kannst gezielt gegensteuern, bevor das Budget eng wird.
Wie richtest du codeburn ein?
Die Installation läuft über npm. Du brauchst eine aktuelle Node.js-Version auf deinem Rechner. Dann reichen zwei Befehle:
npm install -g codeburn
codeburn
Das TUI öffnet sich automatisch und sucht nach vorhandenen Logs von Claude Code, Codex oder Cursor. Eine separate Konfiguration ist für den Einstieg nicht nötig. Mit den Pfeiltasten navigierst du durch Sessions. Mit q beendest du das Dashboard. Die Anzeige sortiert Sessions standardmäßig nach Datum, du kannst aber auch nach Kosten sortieren.
codeburn läuft auf macOS, Linux und Windows. Voraussetzung ist jeweils eine aktuelle Node.js-Installation. Wer mehrere KI-Coding-Tools parallel nutzt, bekommt in einer einzigen Ansicht eine Gesamtübersicht.
Praxis-Beispiel: Eine längere Refactoring-Session analysieren
Stell dir vor, du hast Claude Code zwei Stunden lang an einem größeren Refactoring arbeiten lassen. Viele Datei-Reads, mehrere Edit-Zyklen, zwischendurch Bash-Befehle für Tests. Am Ende willst du wissen: Was hat das Session-Paket wirklich gekostet, und was war der teuerste Teil?
Du öffnest codeburn im Terminal. Die Session taucht in der Liste auf, mit Datum, Dauer und Gesamtkosten. Du navigierst rein und siehst die Aufschlüsselung nach Tool-Calls. Oft zeigt sich: Lange Datei-Reads bei vielen kleinen Dateien summieren sich schneller als ein einzelnes großes Edit. Ein gezielter erster Prompt, der Claude Code direkt zur richtigen Datei navigiert, spart echte Token.
Diese Erkenntnis verändert den Arbeitsstil. Statt vage Aufgaben zu beschreiben und Claude Code selbst suchen zu lassen, gibst du präzise Kontexte: Dateiname, betroffene Funktion, gewünschte Änderung. Das Ergebnis ist nicht nur billiger, sondern auch schneller. codeburn macht diesen Zusammenhang sichtbar, weil du Vorher-Nachher-Sessions direkt vergleichen kannst.
Wer zwischen mehreren KI-Tools wechselt, sollte sich auch cc-switch: KI-Agent-Setups per Klick wechseln anschauen. cc-switch und codeburn ergänzen sich gut: Das eine vereinfacht den Wechsel zwischen Agenten, das andere zeigt dir die Kostenwirkung dieses Wechsels.
Wann lohnt sich codeburn?
codeburn bringt den größten Mehrwert in drei Situationen.
Du arbeitest täglich intensiv mit Claude Code und hast ein monatliches Budget im Kopf. Das Dashboard zeigt dir Trends über mehrere Tage, sodass du früh erkennst, ob du auf Kurs bist.
Du bist Teil eines Teams, das KI-Coding-Kosten gemeinsam trägt oder intern verrechnet. codeburn liefert konkrete Datenpunkte für diese Gespräche. Statt zu schätzen, zeigst du Zahlen.
Du optimierst aktiv deinen Workflow. Manche Aufgaben kosten überproportional viele Tokens. Mit codeburn siehst du, welche das sind, und kannst Promptstrategien gezielt testen. Kleinerer Kontext, präzisere Anweisungen, weniger Rückfragen.
Für gelegentliche Nutzer ist der Mehrwert geringer. Wer Claude Code nur ein- oder zweimal pro Woche für kleine Aufgaben startet, wird das Dashboard kaum brauchen. Aber für alle, die es täglich als primäres Entwicklungswerkzeug einsetzen, bringt codeburn echte Klarheit über einen bisher blinden Fleck.
FAQ zu codeburn
Welche KI-Tools unterstützt codeburn? codeburn unterstützt Claude Code, Codex und Cursor. Wer ausschließlich Claude Code nutzt, profitiert trotzdem von der vollen Funktionalität des Dashboards.
Werden Prompts oder Code-Inhalte gespeichert? Nein. codeburn liest nur Metadaten aus lokalen Log-Dateien: Tokenanzahl, Kosten, Zeitstempel und Modellkennungen. Prompt-Inhalte und Code-Snippets erscheinen nicht im Dashboard.
Muss ich eine API einrichten oder Zugangsdaten eingeben? Nein. codeburn liest lokale Logs, die Claude Code, Codex oder Cursor automatisch anlegen. Keine externe Verbindung, keine Authentifizierung nötig.
Token-Kosten verstehen ist der erste Schritt zu einem effizienteren KI-Coding-Workflow. codeburn macht diesen Schritt einfach.
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Marcel Porcher, newways.ai